Herzlich Willkommen beim Frauenforum

Für Frauen und Kirche da sein!

Das vielfältige Engagement von Frauen in den Gemeinden ist eine Bereicherung und eine Notwendigkeit, ohne die kirchliches Leben heute nicht denkbar wäre. Viele sind auf einem geistlichen Weg und vermitteln Kindern und Enkeln das Geschenk einer Gottesbeziehung im Glauben.

Nicht immer jedoch erfahren Frauen Anerkennung und Unterstützung in ihrem Dienst. Selten finden sie Zugang zu den frauengemäßen spirituellen Schätzen, die Mutter Kirche in Fülle birgt, die aber eine zeitgemäße Vermittlung bedingen und neu erkundet werden wollen.

Oft sagen Frauen bei Beratungen, in Veranstaltungen oder Gesprächen: "schon lange bin ich auf der Suche, ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas für mich gibt!" Oft wissen junge Mädchen nicht, dass es in kirchlichen Jugendverbänden oder beim "Neuen Weg" Lohnendes zu entdecken gibt, das ihrem Leben Ziel und Orientierung schenkt.

Oft wissen Frauen in jeglicher Not nicht, dass es bei der Kirche offene Türen für sie gibt.

Wir möchten Sie ermutigen, das Frauenforum einzuschalten oder sich mit Fragen und Wünschen an die Mitglieder an den betreffenden Stellen zu richten. Es ist deren Auftrag, mit Ihnen vor Ort Gutes zu wirken.

 

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Herbstvollversammlung 2020

Nach den Covid 19 Beschränkungen konnte die Vollversammlung des Frauenforums zum ersten Mal wieder live stattfinden. Gleich zwei spannende Themen standen an: Eine Einführung in Struktur, Inhalte und Beteiligungsmöglichkeiten zum synodalen Prozess mit Viola Kohleberger (DPSG) und die Verabschiedung der überarbeiteten und aktualisierten Forderungen des Frauenforums in der Diözese.

Viola Kohlberger machte in ihrem Vortrag noch einmal deutlich, wie eng die Themen des synodalen Prozesses mit der MHG – Studie (wissenschaftliche Studie zu den Ursachen des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche) verknüpft sind. So ergaben sich die 3 Foren zu: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Priesterliche Existenz heute“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, unmittelbar aus den Ergebnissen und Empfehlungen der Studie, nur das Thema „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ wurde als weiteres virulentes Thema hinzugefügt. Viola Kohlberger stellte die verschiedenen Beteiligten und Gremien des synodalen Prozesses vor. Sie selbst ist Mitglied der Vollversammlung, daneben gibt es die vier Foren, die als Arbeitsgruppen Papiere für die Vollversammlung vorbereiten und jeweils von Fachfrauen und -männern begleitet werden, die nicht alle Mitglieder der Vollversammlung sind. Das Präsidium bestehend aus Bischof Bätzing und Bischof Bode als Vertreter der Bischofskonferenz und Dr. Sternberg und Karin Kortmann als Vertreter*innen des ZDKs leiten den gesamten Prozess.

Die Frauen der Vollversammlung waren sich in ihrer Einschätzung des synodalen Prozesses nicht einig. Einige befürchteten, dass es seit der Würzburger Synode und diverseren Dialogprozessen nur ein weiter Ansatz ist, der viele Hoffnungen schürt und dessen Ergebnisse doch wieder im Sande verlaufen, andere sahen die Zeit und Gesprächsbereitschaft reif um gute Ergebnisse zu erzielen. Der Gesprächsprozess in der Vollversammlung wurde von Viola Kohlberger als sehr positiv eingeschätzt, da die Bereitschaft auf einander zu hören und den Versuch zu machen, die verschiedenen Meinungen zu verstehen spürbar sei. Kritisch sah sie die Gefahr der Täter-Opfer-Umkehrung wenn es um die Auswirkungen des sexuellen Missbrauches ging, da sich einige Bischöfe gerne als Opfer von Medienkampagnen darstellen würden und so der eigentliche Skandal des sexuellen Missbrauchs sehr schnell in den Hintergrund gedrängt würde. Dies konnte in der Vollversammlung aber immer wieder von engagierten Menschen thematisiert und entlarvt werden.

Am Ende der Darstellungen waren, die Frauen der Vollversammlung des Frauenforums vom Engagement angesteckt und bereit auch in ihren Bereichen die Themen des Prozesses immer wieder einzubringen, um so den Mitgliedern der Vollversammlung, die etwas bewegen wollen den Rücken zu stärken. Vielen Dank an Viola Kohlberger, die mit viel Elan und Differenziertheit einen guten Einblick gegeben hatte und so auch die Frauen des Frauenforums motiviert hat, den synodalen Prozess weiterhin konstruktiv kritisch zu begleiten.

Der zweite Schwerpunkt war die Verabschiedung der aktualisierten Forderungen des Frauenforums. Bereits in der letzten Vollversammlung waren die Forderungen Thema und wurden aktualisiert.

Nach einer kurzen Diskussion und einigen Zuspitzungen wurden die Forderungen einstimmig verabschiedet. Sie sollen sowohl beim auf 2021 verschobenen Fest zum 25. Jubiläum, als auch bei Gesprächen mit unserem Bischof und anderen Mitgliedern der Diözesanleitung als Grundlage dienen.